Im Vertragspaket mit der EU steckt der Teufel im Detail
von Prof. Dr. Dr. h. c. Carl Baudenbacher*
(24. Juli 2026) In den offiziellen Dokumenten zum Vertragspaket EU–Schweiz, dem «Erläuternden Bericht» vom Juni 2025 und der Botschaft vom März 2026, geizt der Bundesrat nicht mit Lob für seine über siebzig Unterhändler, die zwischen März und Dezember 2024 in vierzehn Fachbereichen (Tracks) an über 200 Verhandlungssitzungen und Sitzungsrunden teilgenommen haben. Es wird pausenlos gesagt, alle Verhandlungsziele seien erfüllt, ja übererfüllt worden. Da diese Texte von der Bundesverwaltung geschrieben wurden, darf man davon ausgehen, dass sich die Beamten den Applaus selbst gespendet haben. Wer die untergegangene DDR erlebt hat, der wird ein Stück weit an die Losungen der Sozialistischen Einheitspartei (SED) zu den Parteitagen erinnert.